Yogatherapie vs Yoga - was sind die Unterschiede?
- Daniela Vögtli
- 12. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Mittlerweile hat sich Yoga in unserer Gesellschaft gut integriert, auch wenn häufig noch ein etwas falsches Bild davon in den Köpfen vorhanden ist. Yogatherapie ist hingegen noch nicht so stark verbreitet, obwohl sie unter dem Deckmantel der Komplementärtherapie bei gewissen Krankenkassen mittlerweile anerkannt ist.
Schade eigentlich, denn Yoga hat definitiv seine Daseinsberechtigung. Die Wirkung von Yoga wurde mittlerweile in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht und bestätigt.
Nun aber zuerst nochmals eine kurze Zusammenfassung, was Yoga eigentlich ist.
Was ist Yoga?
Yoga ist eine uralte Methode aus Indien, die Körper, Geist und Seele miteinander verbindet. Es beinhaltet verschiedene Techniken, die zu dieser Harmonisierung beitragen: Asanas (Körperstellungen), Pranayama (Atemübungen), Meditation und noch weitere.
Früher stand vor allem die spirituelle Entwicklung im Fokus. Heute wird Yoga vor allem zur Steigerung des Wohlbefindens, zur Stressreduktion und als Entspannungsmethode praktiziert.
Mittlerweile gibt es eine riesige Auswahl an verschiedenen Yoga-Stilen, wobei einige mit dem traditionellen Yoga nicht mehr sehr viel zu tun haben.
Was ist Yogatherapie?
Bei der Yogatherapie wird Yoga individuell auf die Person und ihre gesundheitlichen, mentalen und emotionalen Bedürfnisse abgestimmt. Dabei werden die wirkungsvollen Instrumente des traditionellen Yoga gezielt eingesetzt.
Wichtig ist dabei auch, dass Yoga nicht nur auf der Matte stattfindet. Die Übungen und Methoden sollen sich in den Alltag integrieren lassen und dabei die persönlichen Möglichkeiten und die aktuelle Kapazität der Klient berücksichtigen.
Im Vergleich zu vielen anderen Therapieformen geht es bei der Yogatherapie um die Verbindung von Körper, Geist und Seele. Im Yoga wird davon ausgegangen, dass bestimmte Beschwerden auch mit unseren festgefahrenen Mustern zusammenhängen können. Deshalb werden verschiedene Ebenen betrachtet und in die Therapie miteinbezogen.
Yogatherapie kann sowohl im Einzelsetting als auch in Kleingruppen mit ähnlichen Thematiken durchgeführt werden.
Typische Einsatzbereiche der Yogatherapie
Yogatherapie kann sehr vielseitig eingesetzt werden, da jede Person individuell betrachtet wird. Wenn mehrere Menschen ähnliche Symptome haben, bedeutet das nicht automatisch, dass auch die gleichen Instrumente und Übungen hilfreich sind.
Bei folgenden Beschwerden und Themen kann Yogatherapie unterstützend wirken:
chronische Schmerzen
Depressionen
Erschöpfung und Burnout
unerfüllter Kinderwunsch
Autoimmunerkrankungen
chronische Erkrankungen
Unzufriedenheit und innere Anspannung
Prävention und Erhaltung des Wohlbefindens
Wichtig dabei ist, dass die Klient durch eine individuell abgestimmte Praxis, die sich gut in den Alltag integrieren lässt, ihre Selbstwahrnehmung verbessern und lernen, sich selbst besser zu regulieren. Dadurch kann auch die eigene Genesungskompetenz gestärkt werden.
Yoga oder Yogatherapie, was passt zu dir?
Vereinfacht gesagt: Beim Yoga in einer Gruppe steht die gemeinsame Praxis im Vordergrund. Bei der Yogatherapie geht es noch stärker um dich als Individuum und darum, welche Übungen, Atemtechniken oder anderen Methoden dich in deiner aktuellen Lebenssituation unterstützen können.
Yogatherapie bedeutet nicht, dass du besonders beweglich sein oder Yoga-Erfahrung mitbringen musst. Viel wichtiger ist, dass wir gemeinsam herausfinden, was dein Körper und dein Nervensystem gerade brauchen.
Falls dich die Yogatherapie anspricht, melde dich gerne bei mir. Wir können gemeinsam herausfinden, ob und wie Yogatherapie dich auf deinem Weg begleiten kann. :)
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